Am 28.06.2019 wurden mit einem Gottesdienst und einer Feierstunde in der Aula die Klassen 10 verabschiedet. Den Entlassschüler/innen der Klassen 10a, 10b und 10c wurden neben den guten Zeugnissen u.a. Rosen mit einem Abschiedsgruß vom Förderverein der Marienrealschule und das Jahrgangsbuch unter dem Motto: "All Eyes on us" ausgehändigt. Ein wahrlich schönes Motiv.

Und wie das Fåoto zeigt, dürfen an diesem Tag wirklich einmal alle Augen auf die toll aussehenden Schüler/innen der Marienrealschule gerichtet sein. Wir wünschen den (jetzt ehemaligen) Schüler/innen der Klassen 10 alles Gute auf ihrem weiteren Lebensweg!

 

Die Medienscouts der Marienschule haben zusammen mit anderen Schülerinnen und Schülern  aus dem Kreis Coesfeld offiziell ihre Ausbildung beendet und ihre Zertifikate erhalten. Jetzt kann die Arbeit richtig losgehen, wir freuen uns drauf! 

Für das kommende Schuljahr suchen wir noch neue Medienscouts aus Klasse 8, die uns bei der Arbeit unterstützen möchten! Meldet euch, wenn ihr mitmachen wollt!

 

Mit großem Erfolg haben sechs Schülerinnen und zwei Schüler der Marienschule das Cambridge Certificate PET for Schools erworben. Nach Vorbereitung durch die Englischlehrerin Beatrix Schulze Blasum haben sie die Prüfung an der VHS Münster abgelegt und die Niveaustufe B1 erreicht.
Mit Auszeichnung hat die Schülerin Maja Rohkemper aus der Klasse 10A bestanden.
Bei der Übergabe der Zertifikate am Dienstag dieser Woche gratulierte Schulleiterin Nicole Hashemian den Schülerinnen und Schülern zu dieser guten Leistung und wünschte allen weiterhin viel Erfolg.

Seit ein paar Tagen sind sie in der „Alten Sparkasse“ zu sehen – die Arbeiten der Kunstkurse der Klassen 9 und 10 der Marienschule. Die Schülerinnen und Schüler haben sich in den gut 20 Objekten mit ganz unterschiedlichen Themen beschäftigt:
In Zusammenarbeit zwischen den Fächern Kunst und Textilgestaltungen entstanden z.B. Kleider und Gegenstände des täglichen Gebrauchs. Die Schülerinnen und Schüler der 9b näherten sich dem Thema wie „echte“ Designer: Von der ersten Skizze bis zur Umsetzung lernten sie die verschiedenen Schritte von der Idee zum fertigen Stück kennen und gestalteten eigene Entwürfe.
Andere Schülerinnen und Schüler ließen sich von der Künstlerin Niko de Sait Phalle inspirieren und fertigten kleinformatige Figuren aus Draht, Holz und Pappmaschee.

Besonders ins Auge fällt eine überdimensionierte Jeanshose. Diese war bereits 2016 ein Beitrag zu der Ausstellung „Jugend interpretiert Kunst“ im Museum Küppersmühle in Duisburg. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit den Produktionsbedingungen von Jeanskleidung auseinander. Die Größe des Objektes symbolisiert dabei auch die Größe der mit unserem Massenkonsum verbundenen Probleme.
Zahlreiche weitere Jeans-Objekte und Hutkreationen runden die sehenswerte Ausstellung ab. Sie ist zu den Öffnungszeiten der Infothek noch bis Mitte Juni zu besuchen.

Familienbildungsstätte Dülmen bildete neue Babysitter in der Marienschule aus.

Über drei Monate haben sich Schülerinnen der Marienschule mit Themen wie zum Beispiel die Säuglingspflege, Aufgaben eines Babysitters, Spiel- und Beschäftigungsangebote sowie Erste-Hilfe und Gefahren beschäftigt. Es wurde Vieles ausprobiert, gespielt, gesungen und eine Menge Wissen über Babys und Kleinkinder mitgenommen. Im Rahmen der AGs im Nachmittagsbereich hat Eva-Maria Weimann, Referentin der Familienbildungsstätte Dülmen einmal in der Wochen den jungen Mädchen in praktischer Weise eine Vielzahl an Informationen vermittelt. Am Ende der drei Monate und nach der bestandenen Wissensabfrage haben alle ihr „Babysitterdiplom“ erhalte und können nun in die verantwortungsvolle Aufgabe des Babysittens einsteigen.

Wer einen Babysitter für sein Kind sucht, kann sich gerne in der FBS Dülmen, Kirchgasse 2 unter 02594/9430-0 melden. Hier gibt es einer Babysitterkartei über die die ausgebildeten Babysitter an Familien vermittelt werden.

„Ihr seid verantwortlich für die Gegenwart und für die Zukunft! Seid tolerant und diskriminiert niemanden aufgrund seiner Hautfarbe, Religion oder Persönlichkeit!“ appellierte die Holocaust Überlebende Eva Weyl an Schüler der Marienschule Dülmen. In ergreifender Art und Weise berichtete die Niederländerin vor 130 Schülern und Kollegen über ihre Erinnerungen als Jüdin zur Zeit des Nationalsozialismus.

Ganz still ist es während des Vortrags der Zeitzeugin Eva Weyl, den die Schüler im Alter von 15 bis 17 Jahren gespannt verfolgen. Eva Weyl wurde 1935 in Arnheim geboren, nachdem ihre Familie aufgrund des anst aeigenden öffentlichen Judenhasses Deutschland verlassen hatte. Jedoch wurde die Familie Weyl nach der Besetzung der Niederlande durch die deutsche Wehrmacht im Mai 1940 abermals aus ihrem vertrauten Leben gerissen. So mussten sie sich als Juden registrieren lassen und wurden dem Durchgangslager Westerbork zugewiesen. Westerbork war ein KZ-Sammellager, das für die Deportation niederländischer und sich in den Niederlanden aufhaltender deutscher Juden in andere Konzentrations- und Vernichtungslager bestimmt war. Zwar wurde das Leben im Lager Westerbork nicht von täglichen Grausamkeiten beherrscht, doch befanden sich die junge Eva und ihre Familie in ständiger Angst davor, in einen der Züge nach Auschwitz, Sobibor oder Treblinka steigen zu müssen. Eva Weyl stellte in ihrem Vortrag mehrfach heraus, dass sie und ihre Eltern diesem schrecklichen Schicksal nur mit „unglaublich viel Glück“ entkamen. Dieses Glück hatten viele andere Menschen, die sich auch im Lager Westerbork befanden, leider nicht.

 „Alles trügerischer Schein, Fassade und Täuschung“ stellt Eva Weyl mehrfach über den Alltag im Lager Westerbork, der so normal wie möglich verlaufen sollte, heraus. So gab es ein Krankenhaus, kleine Geschäfte, Werkstätten und sogar ein Theater sowie eine Schule im Lager. Diese besuchte die kleine Eva auch regelmäßig, während ihr Vater in der Lagerverwaltung angestellt war. Dank dieser Arbeitsstelle und weiterer glücklicher Zufälle überlebte Familie Weyl den Holocoaust.

In beeindruckender Manier verstand es Frau Weyl, die Jugendlichen anzusprechen, indem sie auch immer wieder aktuelle Aspekte, wie die „me, too“ Debatte als Nuancen mit in ihren Vortrag einfließen ließ. In einer abschließenden Fragerunde spiegelte sich der tiefsinnige Rahmen der Veranstaltung wider und im direkten Schülergespräch wurde der Eindruck von Frau Weyl als einer charakterstarken Frau bestätigt, die die menschlichen Werte in erstaunlicher Einzigartigkeit vertritt und an die jüngeren Generationen weitergibt.

Nachdem Lehrer Hendrik Suelmann, der die Veranstaltung mit Eva Weyl initiierte, sich unter einem lang anhaltenden Applaus bei ihr herzlichst mit einem Blumenstrauß bedankte, imponierte Frau Weyl noch einmal das Auditorium, indem sie von ihrer herzlichen Freundschaft zu der sieben Jahre jüngeren Tochter des Lager-Westerbork-Kommandanten A. Gemmeker erzählt. Durch diese Konstellation hat sich auch ein Kontakt zu Gemmekers Nichte ergeben, die bereits mehrere Vorträge zusammen mit Frau Weyl gegeben hat, was den gegenwärtigen Bezug und die Aktualität der Auseinandersetzung mit Geschichte unterstreicht.

In den heutigen Morgenimpulsen wurde das Aschekreuz verteilt. Die heute beginnende Fastenzeit soll uns eine Zeit sein, uns auf die Spur zu kommen. Wer bin ich eigentlich? Wie sehe ich mich und wie sehen mich die anderen? Gestärkt durch die gesegnete Asche, die auch ein Reinigungsmittel sein kann, starten wir nun in die kommenden 40 Tage und bereiten uns auf unseren ersten Ostergottesdienst am Montag nach den Osterferien, 29.4.2019 um 9 Uhr in der Viktorkirche vor.

Die Theater-AG der Marienschule zeigte unter dem Titel „Descendants“ am Freitag die Uraufführung eines selbst verfassten Stücks. 15 Schülerinnen präsentierten vor Familien und Freunden sehr souverän die Geschichte um aus der Gesellschaft ausgeschlossene Jugendliche. Von Neid und Täuschung, aber auch von Vergebung und Freundschaft handelte die Story, die Sue Meisen und Lea-Marie Wünnemann mit den Kindern im ersten Schulhalbjahr selbständig einstudiert hatten. Die beiden Zehntklässlerinnen zeigten sich sehr zufrieden mit der gelungenen Aufführung. Alle Darsteller wurden reichlich mit Applaus des begeisterten Publikums bedacht.

Am 18.01. fand der „Tag der offenen Tür“ statt. Viele Besucher schlenderten durch die Gänge und Räume, um sich einmal die Schule anzusehen. Auch viele Viertklässler aus den umliegenden Grundschulen waren gekommen, um sich einen Eindruck von einer bischöflichen Realschule zu machen. Die Schule präsentierte sich von den unterschiedlichsten Seiten: Ausstellungen zur Kunst und Textilgestaltung sowie der Imkerei, Infostände zum offenen Ganztag und Ghana-Projekt, Experimente zum Mitmachen in der Physik, Sowi/Politik und die Medienscouts präsentierten Infotafeln, Sport und Spiele in der Turnhalle, das Fach Geschichte zeigte eine Mumie und vieles mehr. Für das leibliche Wohl sorgten die Caféteria, Crêpes, Donats und Waffeln, sowie einen Stand der Hot Dogs verkauften. Vorführungen gab es bei der Streitschlichtung, in der Chemie und in der Aula zeigten Tänzer ihr können. Viele Marienschüler engagierten sich an diesem Nachmittag, um das bunte Schulleben zu zeigen. Dafür herzlichen Dank!

An der Marienschule gilt seit dem Sommer eine neue Handyordnung. Schüler, Eltern und Lehrer der bischöflichen Realschule haben im vergangenen Schuljahr gemeinsam diskutiert und entschieden, dass die Handys der Schülerinnen und Schüler den Schultag über sicher verwahrt werden sollen.

Sicher in doppelter Hinsicht: Gut verschlossen kann niemand unbefugt an die Geräte der Mitschüler. Gut verschlossen wird auch niemand mehr verführt, zu daddeln, sich in die digitalen Netzwerke zu begeben oder unerlaubte Dinge damit zu tun.

Die AG Werken montiert unter der Leitung von Michael Brüning derzeit spezielle Schränke für jeden Klassenraum. In den vergangenen Tagen wurden die ersten Exemplare aufgehängt. Gemeinsam mit den Lehrern wurde ein Spezialschrank entwickelt, der genügend Platz für einen Klassensatz Smartphones aber auch für Tablets hat. Die einzelnen Teile des Schrankes werden in der AG von den Schülern endbehandelt und zusammengeschraubt.

Ziel der Neuregelung ist es, dass sich an der Schule alle wohlfühlen und gut arbeiten können. Dazu ist es wichtig, dass sich alle Schülerinnen und Schüler auf den Unterricht konzentrieren können, dass sie in den freien Zeiten und Pausen miteinander reden und spielen können und dass auf dem gesamten Schulgelände alle sicher sind.

Dies kann aus Sicht der Schulgemeinschaft nur gelingen, wenn die Schülerinnen und Schüler im Unterricht nicht durch digitale Geräte abgelenkt werden, in den Pausen nicht vor Bildschirmen sitzen und wenn es keine Möglichkeiten gibt, andere ungewollt zu filmen oder zu fotografieren.

Doch dieses konsequente Handyverbot ist nur die eine Seite der neuen Handyordnung. Denn auf der anderen Seite will die Marienschule, dass die Kinder und Jugendlichen verstärkt mit modernen Medien arbeiten und einen sinnvollen Gebrauch der Geräte erlernen. Die Schülerinnen und Schüler sollen die Möglichkeiten nutzen, die in den digitalen Geräten stecken. Dazu wollen die Lehrerinnen und Lehrer Computer, Smartphones & Co. im Unterricht öfter einsetzen.

Unterstützt werden die Schülerinnen und Schüler auch durch die Medienscouts der Schule, die sie bei allen Fragen rund um die digitalen Medien beraten und auch Projekttage für Klassen betreuen. So lernen sie, wie man sich in den sozialen Netzwerken bewegt und mit Problemen umgehen kann.

 

Zum elften Mal fand der Papierbrücken-Wettbewerb statt. Wie auch schon 2016 und 2017 wurde er auch diesmal wieder in der Freiherr-vom-Stein-Realschule in Coesfeld ausgetragen. Zwei Gruppen des 8er Physikkurses der Marienschule waren zum Wettbewerb angemeldet und fuhren am 26.11.2018 mit ihrem Physiklehrer André Baumhold nach Coesfeld. Nach 3 Stunden intensivem Arbeitens wurden die Sieger geehrt. Die Punkte wurden danach verteilt: Die Brücke musste stabil sein, durfte aber nicht zu viel wiegen und das Aussehen spielte auch eine Rolle. Von den 20 teilnehmenden Gruppen belegte ein Marienschul-Team den 10. Platz und die andere den wohl verdienten 2. Platz! 

Wettbewerbsleiter war der Mathe- und Physiklehrer und Konrektor Robert Schneider, der den Wettbewerb selbst ins Leben gerufen hatte. „Es dauert natürlich seine Zeit, bis sich der Wettbewerb etabliert hat“, weiß Schneider. „Es ist wichtig, dass an dem Tag keine Klausuren geschrieben werden und der Lehrplan so einen Tag hergibt.“

Insgesamt drei Stunden haben 75 Schüler von zehn verschiedenen Schulen, eingeteilt in 20 Gruppen, an ihren Papierbrücken gearbeitet – darunter drei Gruppen der Freiherr-vom-Stein-Realschule und zwei von der Theodor-Heuss-Realschule. „Wir haben in zwei Schulstunden schon Ideen gesammelt“, erklärt Olivija. „Danach folgte ein Probebau. Danach haben wir alles mit unserer Gruppe besprochen und beschlossen, dass wir das so machen wollen“, fügt Michelle hinzu. Die beiden Neuntklässlerinnen von der Gastgeberschule landen mit ihren beiden Gruppenmitgliedern Mattis und Lars am Ende des Tages auf dem 15. Platz.

Finanzielle Unterstützung gab es von der Sparkasse Westmünsterland. „Ich finde, das ist ein spannender Wettbewerb, wo man naturwissenschaftliche Themen praktisch erleben kann“, so Sparkassen-Filialdirektor Christian Overhage. Die Brücken der beiden weiteren Gruppen der Stein-Realschule belegten die Plätze 13 und 19, die Heuss-Realschule belegte die Ränge fünf und sieben.

Viele ehemalige Schüler fanden den Weg zu ihrer „alten“ Marienschule. Am Samstagnachmittag (10.11.) konnten sich wieder ehemalige Schüler ab 14:30 Uhr zum Austausch in ihrer Schule treffen. Bei Plätzchen, Kaffee und Cola wurden alte Geschichten aus der Schulzeit ausgetauscht. Die jetzige Klasse 10b hatte sogar einen Waffelstand aufgebaut, an dem man frisch gebackene Waffeln erwerben konnte. Die ehemaligen Schüler waren aus dem letzten Entlassjahrgang, aber beispielsweise auch vor 5 Jahren entlassene Schüler waren dabei. Ihren Schulabschluss vor 40 Jahren feierte der Entlassjahrgang von 1978, damals noch eine reine Mädchenklasse, mit Kaffee und Kuchen in der Mensa der Schule. Eine Führung durch die in den letzten Jahren umgebauten Räume durch die anwesenden Lehrer durfte als Abschluss nicht fehlen.

Am Dienstag besuchten die peruanischen Schwestern Flavia und Davidis gemeinsam mit Pfarrer Trautmann die Marienschule. Sie berichteten den interessierten Schülerinnen und Schülern vom Leben der Ordensschwestern in den Anden. Dort nehmen sie manche Gefahren auf sich, um die entlegenen Gemeinden zu erreichen und dort in Seelsorge, Krankenfürsorge und Bildung zu wirken. Diese ganz andere Lebens- und Glaubenswelt wurde den Jugendlichen durch Videos, Fotos und Erzählungen sehr anschaulich nahe gebracht. Pfarrer Trautmann ergänzte den Vortrag durch Berichte aus dem Leben des Gründers der Ordensgemeinschaft, Bischof Friedrich Kaiser aus Dülmen.

Bei uns gibt es ab sofort die Medienscouts. Sie helfen den Schülern und Schülerinnen bei Problemen mit digitalen Medien, z.B. WhatsApp, Cybermobbing,  Sozialen Netzwerken, Computerspielen, Datenschutz, Passwörtern, Internet und Sicherheit oder Handy und Smartphone. Zur Zeit gibt es 4 Schüler, die zum Medienscout ausgebildet wurden: Lukas, Lutz, Maren und Celine aus der Klasse 8.

Die Sprechstunde: Mittwochs in der 1. und 2. Pause im Raum 110 (Raum der 8c)

Kommt doch mal vorbei und sprecht sie einfach an! Die Gespräche sind selbstverständlich vertraulich! Oder Kontakt per Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Was haben Flucht und Handys miteinander zu tun? Auf den ersten Blick vielleicht nicht viel. Wer sich aber intensiver mit den Themen beschäftigt, entdeckt Zusammenhänge. Tiefer in das Thema einzutauchen, diese Möglichkeit erhielten die Acht- und Neuntklässler der bischöflichen Marienschule in Dülmen. Denn am Montag und Dienstag machte vor der Realschule der missio-Truck „Menschen auf der Flucht“ Station.

Viel erfahren die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9b in zwei Stunden. Zum Beispiel, dass zur Herstellung ihrer Handys mehr als 60 Rohstoffe benötigt werden. Unter anderem Coltan, das in der Demokratischen Republik Kongo in Minen abgebaut wird. Coltan sei für das Elend in dem zentralafrikanischen Land die ausschlaggebende Ursache. „Der Kampf um das Coltan wird mit Waffengewalt ausgetragen. Viele Menschen fliehen, um ihr Leben zu retten“, berichtet Tete Agbodan. Der Sozialpädagoge begleitet mit Nicole Linnemann den Truck und führt die 15-Jährigen in das Thema ein.

Während er mit einer Gruppe den Zusammenhang zwischen Handys und Flucht vertieft und die Schülerinnen und Schüler auf das in den Niederlanden entwickelte „Fairphone“ hinweist, macht sich die zweite Gruppe auf den Weg zum Truck. Unübersehbar hat er vor der Schule seinen Platz eingenommen: 20 Meter lang und zwölf Tonnen schwer. Zu zweit gehen die Schülerinnen und Schüler in den Truck des Hilfswerks. Sie starten auf einem afrikanischen Markt und schlüpfen in eine von acht angebotenen Rollen. Es sind typische Flüchtlings-Biografien. Die Flucht führt die Jugendlichen von einem zum nächsten Raum. Sie müssen sich schnell entscheiden, was sie in der Eile zu Hause lassen und was sie mitnehmen. Später stellen sie fest, dass es beispielsweise besser gewesen wäre, seine Zeugnisse statt der Schuhe mitzunehmen. Zum Abschluss erfahren die Jugendlichen, welche Gründe es gibt, dass Menschen ihre Heimat verlassen. Multimedial über Computeranimationen, Audiobeiträge und interaktive Bildschirme erreicht die Ausstellung, die sich auf sieben Räume verteilt, die Schülerinnen und Schüler. „Die Animationen haben mir gut gefallen und der Einblick, wie es den Menschen auf der Flucht ergeht“, berichtet eine Schülerin. Und ein Mitschüler fügt hinzu: „Über die Rollen war es einfach, sich in die Situation der Flüchtlinge zu versetzen.“

Den Stein oder besser den Truck ins Rollen gebracht hat Paula Wachsmann-Schlüter. Sie arbeitet beim Fachdienst Integration & Migration des Caritasverbands für den Kreis Coesfeld. „Ich habe den Truck in Münster erlebt und war gerührt. Die Geschichte hat mich nachdenklich gemacht“, berichtet sie. In Dülmen fand sie bei der Marienschule und der Ökumenischen Flüchtlingshilfe schnell zwei Kooperationspartner. „In der Marienschule haben nicht so viele Kinder einen Flüchtlingshintergrund. Ich finde es gut, ihnen auf diesem Weg das Thema näher zu bringen“, sagt sie. Auch Schulseelsorgerin Jutta Feldmann ist vom Truck und dem pädagogischen Programm beeindruckt. „Ich habe mich auch selbst gefragt, ob es notwendig ist, sich regelmäßig ein neues Handy zu kaufen“, gibt sie zu. Dazu hat Agbodan eine klare Meinung: „Das Beste und Fairste ist es, das eigene Handy möglichst lange zu nutzen und anschließend weiterzugeben.“

Begleitet wird die Tour des missio-Trucks von der Unterschriftenkampagne „Aktion Saubere Handys“. Zudem sammelt das Hilfswerk ausgediente Handys, um die wertvollen Rohstoffe zu recyceln und mit dem Erlös humanitäre Projekte im Kongo zu unterstützen. Am Dienstagabend macht sich der Truck wieder auf den Weg. Die nächsten Stationen sind Waltrop und Marl.

Der missio-Truck, eine Kooperation zwischen dem Caritasverband, der Marienschule und der Ökumenischen Flüchtlingshilfe, hat zwei Tage Station in Dülmen gemacht.

Foto und Text: Bischöfliche Pressestelle/Michaela Kiepe

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